RLS - was kann man trotzdem für
einen guten Schlaf tun?
Am Donnerstag, den 21.08.26 18:00 lud die Restless Legs Selbsthilfegruppe Wetterau zu einer Vortragsveranstaltung in den Friedberger ZukunftsRaum ein.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Michaela Klingenhöfer, den Referenten, die Gruppenmitglieder der Selbsthilfegruppe und natürlich auch die Gäste, die alle über verschiedenen Medien auf den Vortrag aufmerksam geworden waren und sich Online registrieren konnten.
Beim Vortrag „RLS – was kann man trotzdem für einen guten Schlaf tun?“ erläuterte der bekannte Schlafmediziner Dipl.-Psych. Werner Cassel aus Marburg, eindrucksvoll, warum Menschen mit Restless Legs Syndrom (RLS) besonders häufig unter Ein- und Durchschlafstörungen leiden. „Praktisch jeder unbehandelte Patient mit Restless Legs schläft schlecht“, denn die unruhigen Beine und die damit verbundenen nächtlichen Bewegungen stören nicht nur Bettpartner, sondern auch den eigenen Schlafrhythmus erheblich.
Doch der Referent machte deutlich: Schlechter Schlaf hat fast immer mehrere Ursachen – und genau darin liegen Chancen. Neben den RLS-Beschwerden spielen Stress, ungünstige Gewohnheiten und vor allem Licht eine große Rolle. Unsere moderne Umgebung führt dazu, dass wir tagsüber „in biologischer Dunkelheit“ leben und abends viel zu hellem Licht ausgesetzt sind, was die Melatonin Produktion hemmt, und das Einschlafen erschwert.
Ein zentrales Fazit des Abends: Guter Schlaf beginnt bereits am Morgen. Helles Tageslicht in den ersten Stunden nach dem Aufstehen verbessert nachweislich den Schlaf der folgenden Nacht. Ebenso wichtig sind regelmäßige Bewegung, eine realistische Einschätzung der eigenen Schlafdauer und ein gelassener Umgang mit nächtlichem Wachliegen. „Ein guter Schlaf kommt nur dann zu uns, wenn wir loslassen können“.
Der Vortrag zeigte eindrucksvoll: Auch wenn RLS ein starker Störfaktor ist, können Betroffene mit dem richtigen Umgang mit Licht, Tagesstruktur und Schlafhygiene viel für erholsame Nächte tun.
Durch ihre offene Art gelang es Herr Cassel, die Gäste aktiv in den Vortrag einzubeziehen. So entstand eine angenehme, lockere Atmosphäre, die im Anschluss in eine lebhafte Fragerunde mündete. Zum Abschluss bedankte sich Michaela Klingenhöfer mit einem kleinen Präsenttasche bei dem Referenten, informierte interessierte Gäste über die Möglichkeit, unverbindlich an einem Gruppentreffen teilzunehmen, und verabschiedete die Anwesenden mit guten Wünschen für den Heimweg und eine „Gute Nacht“.


Dieses Projekt wurde durch die
- die Gesundheitskasse in Hessen gefördert.